Mikhail Antropov
Eine hohe Präzision, leidenschaftliches Musizieren und Spielwitz
1989 gewann er den 3. Preis im St. Petersburger Gitarrenwettbewerb. Bis 1997 studierte er dann Gitarre am St. Peterburger Musikcollege. Zu dieser Zeit kooperierte er bereits mit verschiedenen St. Petersburger Künstlern bei Konzertagenturen und Veranstaltern wie Newá-Konzert, dem Musiktheater "Benefiz" und im Fersehstudio "Voobrasí" ("Vorstellung") des Fernsehsenders Kanal 5. Außerdem nahm er als Studiogitarrist an Aufnahmen von TV- und Radiosendungen teil.
Ab 1998 vertiefte er sein Studium am Richard-Strauss-Konservatorium München in der Klasse von Susanne Schoeppe und im Jahr 2003 erhielt das Diplom der Hochschule für Musik und Theater München und die "Künstlerische Reife für Kammermusik". Danach folgte Unterricht bei Prof. Müller-Pering, Wulfin Lieske sowie Johannes Tonio Kreusch im Rahmen der verschiedenen Kurse.
Lebenslust und Karneval
Süddeutsche Zeitung 31.10.2006 Von Niko Firnkees Freising.
"Klänge des Südens" ertönten am Samstag Abend im... Marstall mit dem "Duo-Art". Die aus der Nähe vom Belgrad stammende Flötistin Dijana Boskovic und ihr in St. Petersburg geborener Gitarrenpartner Mikhail Antropov musizierten ein Programm, das einem im weitesten Sinne spanisch vorkam. Astor Piazzolla etwa, der Übervater der Reflektion des Tangos. Von ihm erklangen aus der "Histoire du Tango" die Stationen "Bordel 1900", "Café 1930" und "Night Club 1960". Die Interpretation rochierte dementsprechend- vom derb über ellegant bis schwül. Antropov hatte zuvor den zweiten Teil mit Roland Dyens` "Tango en skai" eröffnet und damit den Boden Südeuropas gen Südamerika verlassen. Den hatte das Duo eingangs über Fernando Carulli und Mauro Giuliani, zwei Protàgonisten der späten Klassik, betreten. Bereits bei Carullis "Serenade" zeigte sich, dass Dijana Boskovic, die auch komponiert, mitdachte und mit den Augen eines Komponisten interpretierte: Beim Übergang vom ersten zum zweiten Teil verweilte sie mit sanfter Modulation des Tons über der durch das Umblättern ihres Partners zwangsläufig entstehenden Pause. Oder das Scherzo in Giulianis "Grand Duo Concertant", einer Sonate. Spritzige, akzentuirte Staccati ergänzten den satten Sound der Gitarre. Überhaupt harmonierte das Duo klanglich in beeindruckender Weise. Die zwei von den akustisch-technischen Voraussetzungen her sehr verschiedenen Instrumente verschmolzen zu einer Einheit. Themen aus Bizets Oper "Carmen" servierte das Duo in der Fassung Francois Bornés. Die Habanera ertönte schmissig, die geheimnisvolle, verschwörerische übermäßige Sekunde versetzte auf der Flöte in die verhängnisvolle Stimmung aus Schmugel und hormoneller Irrung. Iberts "Entr´ácte" leitete mit spritzigen und fein nuancierten Aphorismen in die Pause.Als Rausschmeißer fungierten drei lateinamerikanische Tänze aus Chelso Machados "Musiques populaires brésiliennes". Man fühlte den Karneval in Rio samt der ungebändigten Lebenslust.
Ab 1998 vertiefte er sein Studium am Richard-Strauss-Konservatorium München in der Klasse von Susanne Schoeppe und im Jahr 2003 erhielt das Diplom der Hochschule für Musik und Theater München und die "Künstlerische Reife für Kammermusik". Danach folgte Unterricht bei Prof. Müller-Pering, Wulfin Lieske sowie Johannes Tonio Kreusch im Rahmen der verschiedenen Kurse.
Lebenslust und Karneval
Süddeutsche Zeitung 31.10.2006 Von Niko Firnkees Freising.
"Klänge des Südens" ertönten am Samstag Abend im... Marstall mit dem "Duo-Art". Die aus der Nähe vom Belgrad stammende Flötistin Dijana Boskovic und ihr in St. Petersburg geborener Gitarrenpartner Mikhail Antropov musizierten ein Programm, das einem im weitesten Sinne spanisch vorkam. Astor Piazzolla etwa, der Übervater der Reflektion des Tangos. Von ihm erklangen aus der "Histoire du Tango" die Stationen "Bordel 1900", "Café 1930" und "Night Club 1960". Die Interpretation rochierte dementsprechend- vom derb über ellegant bis schwül. Antropov hatte zuvor den zweiten Teil mit Roland Dyens` "Tango en skai" eröffnet und damit den Boden Südeuropas gen Südamerika verlassen. Den hatte das Duo eingangs über Fernando Carulli und Mauro Giuliani, zwei Protàgonisten der späten Klassik, betreten. Bereits bei Carullis "Serenade" zeigte sich, dass Dijana Boskovic, die auch komponiert, mitdachte und mit den Augen eines Komponisten interpretierte: Beim Übergang vom ersten zum zweiten Teil verweilte sie mit sanfter Modulation des Tons über der durch das Umblättern ihres Partners zwangsläufig entstehenden Pause. Oder das Scherzo in Giulianis "Grand Duo Concertant", einer Sonate. Spritzige, akzentuirte Staccati ergänzten den satten Sound der Gitarre. Überhaupt harmonierte das Duo klanglich in beeindruckender Weise. Die zwei von den akustisch-technischen Voraussetzungen her sehr verschiedenen Instrumente verschmolzen zu einer Einheit. Themen aus Bizets Oper "Carmen" servierte das Duo in der Fassung Francois Bornés. Die Habanera ertönte schmissig, die geheimnisvolle, verschwörerische übermäßige Sekunde versetzte auf der Flöte in die verhängnisvolle Stimmung aus Schmugel und hormoneller Irrung. Iberts "Entr´ácte" leitete mit spritzigen und fein nuancierten Aphorismen in die Pause.Als Rausschmeißer fungierten drei lateinamerikanische Tänze aus Chelso Machados "Musiques populaires brésiliennes". Man fühlte den Karneval in Rio samt der ungebändigten Lebenslust.
Bilder
Video



